Irgendwann nach drei Uhr nachts polterte es auf einmal. Ich stand auf, um nachzusehen. Diablo konnte ich als Übeltäter sofort ausschließen, denn er saß friedlich auf der Kommode im Schlafzimmer. Also ging ich zu Mia ins Wohnzimmer. Ein kurzer Blick genügte, um zu sehen, das die Vase, die normalerweise auf dem Lautsprecher steht, auf dem Boden lag. Zum Glück war sie aber heil geblieben.
Kurz vor fünf Uhr wurde ich von einem Mautzer geweckt. Dabei blieb es dann aber auch. Diablo sprang nur wie üblich morgens immer wieder aufs Bett und auf mein Nachtschränkchen.
Als ich zur Katzenfrühstückszeit aufstand, kam Diablo natürlich mit. Erst schnüffelte er ein wenig im Wohnzimmer herum und dann folgte er mir in die Küche. Langsam wird er wieder aufmüpfig. In der Küche sprang er auf die Arbeitsplatte und im Wohnzimmer auf den Esstisch. Den Kratzbaum inspizierte er auch noch einmal.
Frühstück gab es für ihn auch heute wieder im Schlafzimmer.
Nachts war auch Mia auf dem Klo im Wohnzimmer und nachdem ich beide Klos sauber gemacht habe, hat Diablo sich umgehend in dem im Wohnzimmer verewigt. Das beweist dann wohl, dass beide eigentlich kein Problem damit haben, auf's gleiche Katzenklo zu gehen.
Auch heute Morgen öffneten wir wirder die Balkontür. Diablo ging immer mal wieder raus. Schließlich hockte er sich im Wohnzimmer hinter den Kratzbaum und beobachtete, wie Mia sich auf den Balkon schlich, wo sie sich sofort wieder unter die Bank kauerte.
Währenddessen spielten Diablo und ich einige Zeit ausgiebig mit der Fischangel. Gestern hatte ich das auch schon versucht, aber da wollte er noch nicht. Dafür tobten wir heute zwischen Schlafzimmer und Arbeitszimmer hin und her.
Daniel ging irgendwann zu Mia auf den Balkon, schloss jedoch die Tür hinter sich. Denn er wollte ihr das Halsband abnehmen, was auch super funktionierte. Danach ging sie kurz unter die Couch, ehe sie sich wieder im Bad unter den Durchlauferhitzer kauerte. Kurz davor haben wir noch mal versucht, sie mit Leckerlies zu locken. Stattdessen kam Diablo ins Wohnzimmer, als die Tüte raschelte. Er hat auch erstmals seit Mia bei uns ist Leckerlies im Wohnzimmer gefuttert, wenn auch nur sehr wenige und war immer auf der Hut.
Heute waren beide erstmals für eine Stunde allein. Allerdings haben sie sich scheinbar nicht vom Fleck gerührt: Mia im Bad (obwohl inzwischen die Waschmaschine lief) und Diablo in seiner Höhle. Ich vermisste allerdings das Begrüßungsritual von Diablo, als ich wiederkam ...
Später wollte ich noch einmal eine kleine Leckerlirunde ausgeben, um zu sehen, ob Diablo wieder ins Wohnzimmer kommt. Mia war inzwischen wieder unter der Couch. Keiner von beiden reagierte allerdings auf das Rascheln. Also bin ich zunächst zu Diablo ins Schlafzimmer gegangen. Erst rührte er sich nicht. Doch nach ein bisschen streicheln kam er raus und bekam seine Leckerliportion. Nach dem letzten verließ er das Schlafzimmer - erst eine Stippvisite im Bad, dann ins Wohnzimmer. Er stromerte am Esstisch herum und ich versuchte nun, Mia mit Leckerlies unter der Couch hervorzulocken. Nur wenig später kroch sie unter den Couchtisch und kam von da aus Richtung Esstisch hervor, wo ich neben dem Couchtisch auf dem Boden saß. Doch bevor Mia auch nur ein Leckerli nehmen konnte, kam Diablo ganz langsam, aber sehr dicht auf Mia zu. Ich fühlte mich in diesem Moment wie ein Schiedrichter, weil unsere Nasen bald ein Dreieck bildeten. Schließlich fauchte Mia kurz und verschwand unter der Couch - um hinter dieser wieder hervorzukommen. Sie lief hinter mir vorbei und verließ kurz das Wohnzimmer. Als sie wiederkam, wuselte sie am Esstisch herum und sprang schließlich auf das Sideboard, um dort aus dem Fenster zu schauen. Das alles wurde ganz genau von Diablo beobachtet, der es sich am Kratzbaum bequem gemacht hatte.
Als sie danach nur wenige Schritte auf ihn zuging, fauchte er sie an, sodass sie einen Umweg machte. Kurz darauf stolzierte sie auf der Glasplatte unter dem Fernseher herum. Danach kam sie zu mir und bekam noch noch ihre Leckerliportion. Nur streicheln lassen wollte sie sich diesmal nicht. Sie ging wieder unter die Couch. Diablo schaute sie noch eine Weile an, ehe er wieder von dannen zog.
Als ich zur Abendfütterung Diablos Napf nahm, kam er mit in die Küche. Ich machte natürlich auch heute wieder den Versuch, ob er nicht an seinem alten Futterplatz fressen würde. Diesmal tat er es, wenn auch nicht viel.
Als Mia ihr Futter hatte, ging sie zwar hin, fraß aber nichts. Erst später ein wenig Trockenfutter.
Diablo und ich machten es uns auch heute wieder im Bett gemütlich, wo er nach ausgiebigem Putzen noch ausgiebiger schlief.
Als Daniel zu Hause war, traute er sich auch endlich wieder auf den Kratzbaum, wo er sich ganz oben entspannt hinlegte - und noch mehr putzte.
Kurz bevor wir eigentlich schlafen gehen wollten, kam Mia unter der Couch hervor und stromerte herum. Sie trank ein wenig und kam auf einmal zügig auf mich zu und wollte ausgiebig gestreichelt werden - auch von Daniel. Immer wieder rieb sie ihren Kopf an uns und ließ sich sogar auf den Teppich fallen, sodass ich auch ihren Bauch kraulen konnte. Diablo besah das alles mit großen Augen, aber dennoch ganz entspannt von oben. Schließlich ging Mia hinüber ins Schlafzimmer - unter das Bett. Deshalb beschlossen wir, die Wohnzimmertür diese Nacht offen zu lassen.
Diablo schien sie überall zu suchen. Als er sie nach einer ganzen Weile fand, gab es ein Fauchen - keine Ahnung, von wem.
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